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Meine Meinung zum OV-Artikel „Debatte über Wunsch und Wirklichkeit" vom 26.02.2010
„Schwarzer Peter" nicht abschiebbar!
Das Innenstadtmanagement in Lohne hat kläglich versagt! Das ist keine „unnötige Miesmacherei" sondern eine Tatsache. Aber wer unseren Bürgermeister, der seit 32 Jahren die Entwicklung hin zu einer annähernd toten Lohner Innenstand aktiv begleitet hat, kennt, der weiß: ein Schuldiger ist schnell gefunden. Die Stadt Vechta war es und nicht die Lohner Verantwortlichen der CDU-Mehrheits-gesteuerten Politik. Da macht es sich Herr Niesel wohl etwas zu leicht. Was erwartet er denn, wenn er das Hauptaugenmerk in Lohne fast ausschließlich auf die industrielle und wohnbauliche Entwicklung legt, aber vergisst, dass die Menschen, die hier Arbeit und Wohnung finden, ihr Geld auch in einer ansprechenden Einkaufsatmosphäre ausgeben wollen/sollten. Am Potenzial scheitert es sicherlich nicht. Welcher Investor sollte sich bei dieser Schwerpunktsetzung unsere politischen Entscheidungsträger für die Lohner Innenstadt auch finden lassen? Okay, wenn keiner in die Innenstadt will, dann machen wir den Kreis der Innenstadt einfach größer. Das Ergebnis sehen wir. Ein Erbe, über das sich der Niesel-Nachfolger kaum freuen kann, da die einzige Möglichkeit nur noch die Schadensbegrenzung in Form von Altenwohnungen und Büros zu sein scheint. Trotz offener Karten hat Herr Niesel den „Schwarzen Peter" gezogen und wird ihn in seiner noch verbleibenden Amtszeit nicht mehr los, so einfach lassen sich die Lohner nicht für dumm verkaufen.
Heinrich Ortmann, Urlagen Kamp 38, 49393 Lohne
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„Argumente fürs Radio"
Da lädt der wohl als neutral einzustufende NDR zu einer offenen Pro- und Kontra-Diskussion zum geplanten Bau der auf Nahrungsmitteln basierten gewerblichen Biogasanlage der Firma EnviTec in Lohne ein und Herr Niesel als größter Verfechter der Anlage erachtet es nicht für notwendig zu erscheinen? Der Mann, dem so viel an einer offenen Diskussion zu kommunalpolitischen Themen liegt? Oder trifft das nur zu, wenn die Themen angenehm und imagefördernd für ihn sind? Vermutlich ist es auch hier, wie bei den Zusagen, die EnviTec-Chef Olaf von Lehmden zugegebenermaßen vor der politischen Entscheidung bekommen hat, wieder ein „ganz normaler politischer Vorgang", die Absage umgehend mit dem Betreiber abzusprechen. Herr Niesel hat ein Forum verpasst, in dem er der breiten Öffentlichkeit seine Argumente hätte darlegen können. Vielleicht hat er aber auch mittlerweile gemerkt, dass die Unterstützung eines einzelnen gewerblichen Unternehmens, welches 3-5 Arbeitsplätze schaffen will, gegenüber dem zu erwartenden wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Tiefschlag für Lohne als Argument zu wenig ist? Die Debatte mit den Bürgerinnen und Bürgern ist wohl dann beendet, wenn der selbst verursachte persönliche Imageschaden zu groß bzw. zu weitreichend zu werden scheint.
Martin Espelage Urlagen Kamp 40 49393 Lohne
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